Über uns

Das Memento Kollektiv ist ein 2025 gegründeter Verein, der im Kern aus jungen Musizierenden aus dem Bereich der historischen Aufführungspraxis besteht.

Der Verein verfolgt das Ziel, Barockmusik an ihren authentischen Entstehungsort zu bringen und so kulturelles Erbe lebendig erfahrbar zu machen. Durch Konzerte und Aufnahmen soll das für Menschen vor Ort und ein breiteres Publikum zu Hause greifbar werden.

Valentin Seidl

Vor dem Musikstudium hat Valentin einmal Gitarre und Banjo gespielt. Heute ist er Tonmeister und Bariton und möchte mit dem Memento Kollektiv Musik zum klingen bringen, von denen viele nicht einmal wissen, dass sie existiert. Die Suche nach Klängen abseits des bekannten Repertoires, das Stöbern in staubigen Archiven und das Entziffern alter Handschriften lässt ihn immer wieder inspirierende künstlerische Impulse finden. Die Erkenntnis, dass die Musik immer mit ihren jeweiligen Instrumenten, Räumen und Menschen verknüpft war, ist sein Antrieb, sie dort wieder zu beleben. Für Valentin gibt es nicht „eine“ Alte Musik. Die Musik, die Instrumente und der Aufführungskontext haben sich nicht nur über die Jahrhunderte immer wieder völlig verändert, sondern jeder Ort hat auch seine eigene ganz besondere Musikgeschichte zu erzählen. Wie ein Faden, der sich mit anderen zusammenflicht, interagieren diese Geschichten miteinander. Aus vielen einzelnen Fäden entsteht so ein buntes Netz, bei dem es sich lohnt, die einzelnen Fäden genau zu betrachten und ihre individuelle Ästhetik zu verstehen.

Judith Gerhardt

Judith kam im zarten Alter von 13 Jahren über das Ausschlussverfahren zur Oboe, um Bach spielen zu können. Damals wie heute hat Alte Musik für sie nichts an Aktualität eingebüßt, weil sie in ihrer Emotionalität zeitlos ist und gleichzeitig Leichtigkeit mit Tiefgang verbindet. Überhaupt hat Alte Musik für Judith etwas Verbindendes. Das Memento Kollektiv hat sie deshalb mitgegründet, weil sie den Weg hin zu einer Aufführung als einen spannenden und künstlerischen Prozess empfindet und mitgestalten möchte. Dabei sowohl mit inzwischen guten Freunden zusammenzuarbeiten und gleichzeitig das Gefühl zu haben, die Begeisterung für Alte Musik mit dem Aufspüren lokaler Traditionen verbinden zu können, findet sie großartig.

Ivo Cornelius

Ivo entdeckte mit drei Jahren Händels Flötensonaten in einer Aufnahme mit Keith Jarret am Cembalo, und war der Barockmusik verfallen.
Heute verbindet er als Cembalist historische Forschung mit der Unmittelbarkeit des musikalischen Ausdrucks. Für ihn steht das Sprechende in der alten Musik im Zentrum. Der Wunsch diese Sprache ins Heute zu übersetzen und die Neugierde auf die Suche nach der Klangerfahrung des historischen Originals haben ihn dazu bewogen, das Memento Kollektiv mitzugründen. Wichtig ist ihm dabei, einen lebendigen Zugang zur Musik zu schaffen.

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